Halte inne! Lies unseren Titel noch einmal, ganz bewusst – vielleicht sprichst du die Worte sogar laut und dann frage dich kurz: Was löst es in dir aus, wenn du an Geld denkst?
Lass alle Gedanken zu und gehe noch einen Schritt weiter: Was macht es mit dir, wenn du an dich und Geld denkst? … an dich als reiche, starke, bewundernswerte Frau?
Na, fühlst du dich mit diesem Satz wohl? Oder ist da dieser leise Zweifel, der sagt: „Warum sollte gerade ich, …?“ – wir verraten es dir!
Wofür Geld gemacht ist
Ja, du liebst, was du tust. Ja, natürlich, die inneren Werte zählen. Ja, du bist genügsam. Aber, verdammt noch mal, JA, du verdienst eben auch ein Leben in finanzieller Fülle. Du verdienst Erfolg!
Warum? – Ganz einfach: Weil das jede von uns tut! Geld ist dazu gemacht, uns zu dienen. Geld sollte niemals dein Ziel, sondern immer dein Mittel sein, um deine berufliche Vision umzusetzen, deine privaten Bedürfnisse zu stillen, deine Träume wahr werden zu lassen und eben auch: all die Menschen um dich herum, daran teilhaben zu lassen.
Besonders wir Frauen scheinen oft eine Art Hemmung zu haben, frei heraus über Gehalt und Kontostand zu diskutieren, für unseren eigenen Wert und den Wert unserer großartigen Arbeit einzustehen und angemessene finanzielle Resonanz zu fordern. Und genau deshalb möchten wir mit dir öfter über Geld, Kontostand und Finanzen reden!
Ein kleiner philosophischer Exkurs
Schauen wir doch jetzt mal in die Theorie, auf die Klassiker, auf jemanden, der bestimmt weiß, was Sache ist, oder anders: Wer zum Himmel, war noch mal dieser Simmel? Der Philosoph Georg Simmel beschäftigt sich in einer seiner bekanntesten Werke „Die Philosophie des Geldes“ mit sowohl der wirtschaftlichen/ ökonomischen Komponente, als auch den philosophischen/ sozialwissenschaftlichen Aspekten. Eine Lektüre, die nicht nur einen facettenreichen Einblick gibt, sondern bemüht ist, einen Gesamtzusammenhang, kausale Verknüpfungen und eine historische sowie soziologische Verknüpfung zu bieten. Aber keine Sorge! So tief werden wir jetzt nicht einsteigen. Und doch scheint Simmel für uns genau richtig, denn er ist einer der Wenigen, der es schafft, eine multiperspektivische und interdisziplinäre Betrachtungsweise zu wagen! Relevant ist logischerweise Simmels gesellschaftlicher Background und Sozialisation, denn es war im späten 19. Jahrhundert, als dass sich die Anfänge der dann rasant fortschreitenden Industrialisierung ausmachen lassen.
Gerade daher war die werteorientierte Definition eine recht neue Herangehensweise. Durch die historische Transformation gilt es, sich zu fragen, welche Rolle auf der abstrakten, nicht-gegenständlicher Ebene Geld spielt. Denn längst ist dieses abseits der ökonomischen Bedeutsamkeit eine allgegenwärtige Institution, die in nahezu allen Lebensbereichen integriert ist. Neben dem symbolischen Wert kam außerdem mit der materialistischen Wende hinzu: Welchen Wert hat Kultur? Wie kann der Wert von Kreativität benannt werden? Einen spannenden Exkurs macht Simmel ebenso in Sachen Geiz und Gier.
Mehr davon? Wir empfehlen dir:
Mach mal kurz Pause, und stelle dir nun selbst diese drei Fragen:
1. Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie wichtig ist dir finanzieller Reichtum? Und warum?
Und jetzt sei mal ganz ehrlich – alle Antworten sind erlaubt:
2. Geht es um den symbolischen Wert an sich (Status) oder eher darum, was dir finanzielle Fülle bedeutet?
Und drittens:
3. Wie viel Geld brauchst du?
Schreibe deine Antworten gerne einmal konkret auf und mach dir bewusst, welche Aspekte von finanzieller Fülle für dich relevant sind. Was bedeutet Reichtum für dich und was wirst du damit anstellen? Denn nur wer klare Ziele hat, kann die Schritte und Teilerfolge skalierbar machen.
Wie immer: Fakten angucken!
Wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht auch einen Blick auf die Zahlen werfen würden! Schauen wir uns also die Bedeutung von Geld im internationalen Vergleich an.
Eine Studie aus dem Jahr 2021 fragte, wie wichtig finanzieller Reichtum eingeschätzt wird, dabei wurde zwischen Männern und Frauen differenziert. Den höchsten Wert finden wir in Italien. Hier geben 40 % der Männer und 34 % der Frauen an, dass Reichtum ihnen wichtig sei. Es folgen die USA und Schweden. In Deutschland liegt der Prozentsatz vergleichsweise niedrig, Männer 27 % und Frauen 18 %. Auffällig ist außerdem, dass Frauen die Wichtigkeit von Geld durchweg wesentlich niedriger einschätzen. Es ist demnach zu vermuten, dass Mann noch immer dem Druck des Klischeebildes als Geldverdiener unterliegt und ein gewisser finanzieller Status einen wesentlich höheren Stellenwert einnimmt …
Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 belegt zwar, dass materieller Wohlstand/ hohes Gehalt nur auf Platz 14 rangiert, jedoch ist zu beachten, dass Aspekte wie beispielsweise: Erfolg im Beruf, soziale Gerechtigkeit, Spaß haben, das Leben genießen, neue Kulturen kennenlernen, Kinder haben, Menschen helfen, die in Not geraten, etc. oft an das Vorhandensein von finanziellen Möglichkeiten gebunden sind. Daraus lässt sich schließen: In Deutschland scheint der symbolische Wert von Geld hinter dem praktischen Wert eindeutig zurückzufallen. Es geht also darum, Erfahrungen möglich zu machen, das Leben zu genießen.
Krypto und Co.
Ein absoluter Gamechanger war das Jahr 1971, denn seit diesem Zeitpunkt ist Geld nicht mehr an einen real existierenden Gegenwert (Gold) geknüpft und kann somit unendlich vermehrt werden – der Spielraum nach oben hat demnach keine Grenzen mehr – ebenso natürlich, wie Schulden. Zurückzuführen ist dieser Einschnitt in das weltweite Wirtschaftssystem auf den amerikanischen Präsidenten Richard Nixon, der mit dem sogenannten «Nixon-Schock» radikal beschloss, dass ab sofort Geld nicht mehr zum festgelegten Kurs in Gold gewechselt würde. Es begann die Zeit des „Floatings“, übersetzt: freier Wechselkurs. Doch die Entwicklungen gehen weiter: Bestimmt schon einige Male gehört und irgendwie kannst du dir auch vorstellen, was du dir darunter vorstellen sollst. Aber jetzt mal konkret: „Kryptowährung“ – Was ist das?
„Kryptowährungen sind digitale (Quasi-)Währungen mit einem meist dezentralen, stets verteilten und kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem. Zu ihnen gehören Bitcoin und Litcoin.“
Sinn und Zweck von Kryptowährungen ist, bargeldlosen Zahlungsverkehr ohne die Abhängigkeit, Aufsicht oder Mitwirkung von Banken und Behörden zu ermöglichen.
Die Einheit der Bezahlung wird dabei von den Vertragspartnern gewählt, das dahinterstehende System nennt sich „Blockchain“. Die Vorgänge werden digital auf verschiedenen Endgeräten gespeichert. Dies soll eigentlich Manipulation verhindern, macht das System jedoch auch anfällig für Hacker und technische Störungen oder menschliches Versagen. Kryptowährung ist somit ein durchaus umstrittenes, komplexes Thema, auf das wir sicherlich noch einmal an anderer Stelle zu sprechen kommen!
Reminder
Und mit diesen Gedanken möchten wir dir drei Reminder an die Hand geben:
- Geld ist nicht böse, sondern die Konsequenz deines Handelns. Geld fließt, es ist wie Wasser, es nimmt den einfachsten Weg und bahnt sich in die Richtung, die du ihm ebnest.
- Dein Reichtum schränkt niemanden ein, vielmehr kannst du mit mehr finanziellen Ressourcen auch mehr gestalten, Menschen an deinem Erfolg teilhaben lassen und vor allem: wachsen!
- Sage immer wieder JA zu deiner finanziellen Fülle, scheue dich nicht zu investieren, vertraue und erinnere dich: Du hast ein Recht auf finanzielle Unabhängigkeit.
Also lass deine Zweifel los. Halte nicht fest, sondern … halte ein Fest!
P.S: Kleiner super Tipp on Top- nimm dir einen Zettel und schreibe auf, wie viel Geld du in einem Jahr monatlich verdienen willst. Benenne eine konkrete Zahl (bis auf die Kommastelle genau) und hänge diesen Zettel gut sichtbar hin. Und jetzt: Tue weiter, was du tust – du wirst sehen: alleine dein inneres Go, dir diesen gewünschten Betrag zuzugestehen, wird vermutlich dafür sorgen, dass du in 365 Tagen exakt diese Summe auf deinem Konto sichtest! … Sei mutig und probier’s aus!